Aus der Geschichte von Seddin |
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| Die Ortsteile Seddin und Kähnsdorf begingen im Jahre 2000 den 625.
Jahrestag ihrer Ersterwähnung. 1375 erschienen die Namen beider Gemeinden
im Landbuch des Kaisers Karls IV. Der Ortsteil Neuseddin beging im Jahre
2000 erst den 85. Jahrestag seiner Gründung. Die Mark Brandenburg fiel im Jahr 1373 an Kaiser Karl IV. (1347 - 1378). Um sich einen Überblick über die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Regionen zu verschaffen, befahl der neue Herrscher die Anlegung von Landbüchern. |
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Seddin war ein 20-Hufen-Dorf, dessen Abgaben an die verschiedensten Stellen flossen. Eine Schenke gab es weder
in Seddin noch in Kähnsdorf. Seit 1994 befinden sich im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin drei Handschriften des Landbuches. |
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Der Große Seddiner See hatten für die Bewohner des Dorfes immer wirtschaftliche Bedeutung, da er sehr fischreich war. 1350 verleiht der Markgraf Ludwig der Ältere der Stadt Beelitz den See zu Seddin für Treue im Kampf. 1438 erwirbt das Kloster auf dem Marienberge in Brandenburg die kleine Fischerei auf dem Seddiner See. 1447 wird dem Kloster ein Hof mit 4 freien Hufen von Kurfürst II. übereignet. |
Der Ortsname Seddin ("Sedyn") und die Siedlungsform lassen vermuten, dass Seddin eine slawische Gründung war. Für den Ortsnamen gibt es eine Reihe von Deutungsmöglichkeiten. Grabungsreste belegen, dass im 13. Jahrhundert, als sich Deutsche in diesem Gebiet ansiedelten, eine Kirche entstanden ist. Aus alten Überlieferungen ist bekannt, dass diese Kirche ein einfacher Lehmfachwerkbau war. 1692 wird die Kirche umgedeckt, 1701 abgeweißt und 1704 wurde ein neuer Beichtstuhl gezimmert. |
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